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SIMULATION VON (DE-)NITRIFIKATIONSBECKEN

ENERGIEVERSCHWENDUNG VERMEIDEN UND KOSTEN SPAREN

Viele Klärwerke in Deutschland sind überdimensioniert.
Der zunehmende Trend zum Wassersparen oder die zeitlichen Schwankungen der Klärwerksbeanspruchung sorgen für einen ineffizienten Energieverbrauch.

Wir simulieren Ihr Klärwerk und finden eine maßgeschneiderte Lösung für Ihr Problem.
Sei es durch Variation der Belüftungsstrategie, den Einsatz von Rührern oder anderen Lösungsalternativen, wir stehen Ihnen mit unserer langjährigen Erfahrung zur Seite.
Kontaktieren Sie uns, wir beantworten Ihre individuellen Fragen!

Ihre VORTEILE:

  • Detaillierter Einblick in die ablaufenden Prozesse
  • Spezifikation des Klärschlamms und des Klärschlammverhaltens innerhalb des Beckens
  • simulative Ermittlung von ineffizienten Geometrievarianten
  • Testmöglichkeit alternativer Auslegungen und Lösungsansätze
  • hohe Kosten- und Energieersparnis

MODELLIEREN - SIMULIEREN - OPTIMIEREN

Es gibt zahlreiche Maßnahmen, um die Sedimentation des Klärschlamms im Nitrifikationsbecken zu vermeiden. Um die optimale Lösung für ihr Klärwerk zu finden, modellieren wir zunächst ihr Klärwerk und schauen uns die Gegebenheiten in der Kläranlage an.

Im Anschluss daran berechnen wir wichtige Größen wie beispielsweise die Wassergeschwindigkeit, den Luftanteil und Wirbelstrukturen im Becken oder zeitabhängige Strömungen und simulieren verschiedene Szenarien und Ansätze.

Die Berechnungen und die Simulationsergebnisse geben uns Aufschluss darüber, mit welchen Maßnahmen wir Ihr Klärwerk optimieren können.


BEST PRACTICE - KLÄRWERK MAGDEBURG


Ziel des Projekts war ein alternatives Belüftungsszenario für das Klärwerk Magdeburg, da es viel Strom verbraucht und über Nacht kein großer Bedarf an Sauerstoffeintrag besteht. Der schwimmende Schlamm im Klärbecken wird durch die Belüftung in Schwebe gehalten, dieser darf sich durch das Abschalten nicht am Boden absetzten. Gesichert werden soll dies durch Rührwerke, die den Schlamm permanent in Bewegung halten und abgelagerte Partikel wieder aufwirbeln. Hierfür wurde zusammen mit dem Klärwerk ein Sedimentationskriterium festgelegt. Im Becken sollte eine flächendeckende Mindestgeschwindigkeit von 19 m/s gewährleistet sein, um die Sedimentation zu vermeiden.

1.Schritt: Nachmodellierung des Beckens und der Rührer
Zellenanzahl des Beckens: 2164947
Rekonstruktion der Rührer in 3D aus 2D Skizzen

2.Schritt: Geometriedefinition und Vernetzung

3.Schritt: Berechnung drei verschiedener Szenarien mit unterschiedlichen Randbedingungen


Szenario 1: Die Belüftung im Becken wird vollständig abgeschaltet. Es werden 10 Rührer eingesetzt.

In Szenario 1 haben wir 10 Rührer mit regelmäßigen Abständen und vertikaler Stellung im Becken positioniert und überprüft, ob wir mit diesem Modellierungsansatz die Sedimentation im Becken vermeiden können.

Modellierung: Blasen-Wasser System

  • Viskosität: 0.05 Pa.s
  • Wassereinströmung: 0.084 m/s
  • Trockenschlammgehalt: 0.4 %
  • Blasengröße 3mm

In der Simulationsgrafik wird deutlich, dass der Klärschlamm im Becken durch diesen Ansatz nicht ausreichend bewegt wird. Das Sedimentationskriterium wird nicht erfüllt.


Szenario 2: Die Belüftung im Becken wird zur Hälfte abgeschaltet, die andere Hälfte wird mit 4 Rührwerken betrieben.

In Szenario 2 haben wir Szenario 1 umgeändert. Hier haben wir in der ersten Hälfte des Beckens die Belüftung laufen lassen, während wir in der zweiten Hälfte alle 10m vier Rührer (15° gedreht Richtung Boden) mit einer höheren Drehzahl positioniert haben.

Modellierung: Blasen-Wasser System

  • Viskosität: 0.05 Pa.s
  • Wassereinströmung: 0.084 m/s
  • Trockenschlammgehalt: 0.4 % (gleichverteilt im Becken)
  • Blasengröße 3mm

In dieser Simulationsgrafik kann man erkennen, dass die Änderung mehr Bewegung ins Becken bringt. Im Nachhinein wurde die Kombination von Belüftung und Rührwerken vom Klärwerk als unerwünscht eingestuft.


Szenario 3: Die Belüftung wird vollständig abgeschaltet. Es werden 4 Rührer eingesetzt.

In Szenario 3 haben wir den Modellierungsansatz geändert und die Rührer als Impulsquellen eingesetzt. Durch die angelegte Druckdifferenz an den Scheiben sollen Wirbel die abgelagerten Partikel wieder aufwirbeln und somit die Sedimentation verhindern.

Modellierung: inkompressible Strömung

  • Viskosität: 0.05 Pa.s und 0.001 Pa.s
  • Wassereinströmung: 0.084 m/s
  • Trockenschlammgehalt: beeinflusst lediglich die angenommene Grundviskosität

Dieser Ansatz stellt die effizienteste Lösung dar. Hier schaffen es 4 Rührwerke, durch die neue versetzte Anordnung und den ausgeübten Druck das Sedimentationskriterium zu erfüllen. Der Modellierung entsprechend bleiben Schlammpartikel maximal 5 Minuten am Boden des Beckens, bis sie durch nachfolgende Wirbel wieder aufgewirbelt werden. Die Farbgebung in der Simulationsgrafik verdeutlicht, dass die Mindestgeschwindigkeit von 19m/s flächendeckend gewährleistet wird.

Durch unsere Möglichkeit, verschiedene Modellierungsansätze und verschiedene Varianten des jeweiligen Ansatzes zu berechnen und zu simulieren,  finden wir IHRE OPTIMALE LÖSUNG!